Sattel-Check - Wie gut sitzt der Sattel?

  • Die Länge des Sattels muss zum Pferderücken passen (kurzer Rücken - kurzer Sattel)
  • Die Länge des Baumes, der Bars bzw. der Sattelkissen muss stimmen, es darf keine Brückenbildung und kein Druck auf Widerrist, Lende oder Nierenpartie entstehen,ebenso muss die Biegung der Bars (Rock) der Wölbung des Rückens entsprechen.
  • Die Wirbelsäule muss sich frei bewegen können, es darf kein Druck auf den tiefsten Punkt des Sattels entstehen (meistens liegt dieser etwa in der Mitte des Sattels)
  • Das Schulterblatt darf in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt werden (Flare vorn), ebenso Hüfte und Becken (Flare hinten)
  • Zwischen dem höchsten Punkt Widerrist und dem Sattel (Kammer) müssen minimal zwei Finger passen
  • Der Sattel muss der Widerrist- und Lendenform entsprechen (Twist). Breiter Widerrist - breite Kammer, schmaler Widerrist - schmale Kammer
  • Lage und Position des Sattels muss stets korrekt sein, die Gurtaufhängung und die Gurtlage muß auf beiden Seiten gleich sein
  • Während des Reitens darf sich der Sattel nicht bewegen, kippen oder drehen bzw. sich seitwärts bewegen
  • Der Sattel muss mit dem Ziel des Reiters und dem Gebrauch des Pferdes übereinstimmen (Dressur, Springen, Freizeit, Reining, Cutting, usw...)
  • Die Sitzlänge (Standard für Westernsättel 16", für Englischsättel 17,5"), die Sitzform und die Sitzart müssen mit dem Reiter harmonieren (tiefer Sitz, zentraler Sitz, flacher Sitz, usw)
  • Der Sattel muss sowohl für das Pferd als auch für den Reiter bequem sein und sich dem Pferderücken anschmiegen. Die Sattelunterlage muss einen dämpfenden Effekt aufweisen.
  • Der Sattelbaum darf auf keinen Fall beschädigt sein (gespalten oder gebrochen)
  • Der Pferderücken muss frei sein von akuten Schädigungen (Satteldruck, "kissing spine", verschobene Rückenwirbel, usw.)

Wenn ein Pferd an folgenden Punkten Druckstellen hat, kann man die Ursachen dafür ungefähr einschätzen.

Widerrist:

Zu breiter Sattelbaum, der Sattel rutscht nach vorn und drückt auf den Widerrist. Der Sattel liegt zu tief oder das Pferd hat zu wenig Rückenmuskeln.

Schulter:

Zu schmale Kammer, der Sattel klemmt das Schulterblatt ein bzw. der Sattel scheuert gegen das Schulterblatt , das Sattelkissen ist zu flach oder der Sattel passt nicht.

Gurtlage:

Der Gurt ist schmutzig oder das Material nicht geeignet. Der Sattel ist zu fest gegurtet. Die Gurtringe liegen zu tief, manchmal werden Scheuerstellen auch von den Steigbügelriemen verursacht.

Rücken- und Lendenbereich:

Der Sattel ist schlecht gepolstert, die Gurtung schief oder der Sattel passt nicht.

Dies sind nur einige Beispiele, die von einem Sattel verursacht werden können. Sprechen Sie in jedem Fall mit einem kompetenten Fachmann!

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